Frikadellen ohne Brötchen: saftig mit Mandelmehl

Das eingeweichte Brötchen bindet und hält Frikadellen saftig. Gemahlene Mandeln mit etwas Flüssigkeit übernehmen beide Aufgaben, ohne nennenswerte Kohlenhydrate.

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Redaktion mandelmehl.com

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Kurz gesagt

Für Frikadellen ohne Brötchen lässt du 40 g gemahlene Mandeln mit 2 EL Wasser oder Sahne quellen und verknetest sie mit 600 g Hackfleisch, Ei, Zwiebel, Senf und Gewürzen. Brate die Frikadellen bei mittlerer Hitze insgesamt 12–13 Minuten, bis sie im Kern 70 °C erreichen. Eine Portion hat etwa 2 g Kohlenhydrate statt rund 10 g mit Brötchen.

Warum Mandeln das Brötchen ersetzen können

Das eingeweichte Brötchen hat in der klassischen Frikadelle zwei Aufgaben. Es speichert Flüssigkeit, die das Fleisch beim Braten sonst verliert, und lockert die Masse auf, damit sie nicht zu fest wird. Gemahlene Mandeln schaffen beides. Gequollen nehmen sie Feuchtigkeit auf, ihr Fett bleibt in der Frikadelle, und die feinen Partikel verhindern, dass sich das Fleischeiweiß zu einer zähen Masse zusammenzieht. Das Ei sorgt für die Bindung. Mehr zu diesem Prinzip findest du unter Mandelmehl als Bindemittel.

Welches Mandelmehl?

Am besten passen gemahlene, blanchierte Mandeln (vollfett). Sie schmecken neutral und machen die Frikadellen saftig. Mit entöltem Mandelmehl nimmst du nur 25–30 g und erhöhst die Flüssigkeit auf 3–4 EL, weil es deutlich stärker saugt. Zu viel davon macht die Frikadellen trocken und leicht krümelig. Mandeln mit Haut funktionieren auch, sie fallen im Fleisch nicht auf. Die Unterschiede erklärt der Artikel entölt oder teilentölt.

Rezept: Frikadellen

low carbglutenfrei

Vorbereitung
20 Min.
Backen/Garen
15 Min.
Ruhezeit
10 Min.
Gesamt
45 Min.
Menge
10 Frikadellen (4 Portionen)
Schwierigkeit
einfach

Zutaten

  • 600 g gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein)
  • 40 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
  • 2 EL Wasser oder Sahne (30 g)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Zwiebel (ca. 100 g), sehr fein gewürfelt
  • 2 TL mittelscharfer Senf (ca. 10 g)
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1½ TL Salz (ca. 9 g)
  • ½ TL Pfeffer, 1 TL Paprikapulver edelsüß, ½ TL getrockneter Majoran
  • 2 EL Rapsöl oder Butterschmalz zum Braten

Du brauchst

Zubereitung

  1. Gemahlene Mandeln mit Wasser oder Sahne in einer großen Schüssel verrühren und 10 Minuten quellen lassen. Das ist der Ersatz für das eingeweichte Brötchen.
  2. Optional die Zwiebelwürfel in 1 TL Öl 3–4 Minuten glasig dünsten und abkühlen lassen. Das macht sie milder und süßer, roh bleiben sie knackiger.
  3. Hackfleisch, Ei, Zwiebel, Senf, Petersilie und alle Gewürze zur Mandelmasse geben. Mit den Händen 1–2 Minuten kräftig verkneten, bis die Masse leicht klebt und zusammenhält.
  4. Mit angefeuchteten Händen 10 Kugeln à ca. 75 g formen und auf 2 cm Höhe flach drücken. In die Mitte eine kleine Mulde drücken, damit sie sich beim Braten nicht wölben.
  5. Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen (Stufe 6 von 9). Frikadellen einlegen und mit Abstand 4 Minuten braten, bis die Unterseite tief goldbraun ist. Erst dann wenden.
  6. Die zweite Seite 4 Minuten braten, dann die Hitze reduzieren und weitere 4–5 Minuten fertig garen, dabei einmal wenden.
  7. Kerntemperatur prüfen: Frikadellen aus Hackfleisch müssen im Kern mindestens 70 °C erreichen. Mit Geflügelhack sind 74 °C nötig. Innen dürfen sie nicht mehr rosa sein und der austretende Saft muss klar sein.
  8. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm oder kalt servieren.
Nährwerte pro Portion (2–3 Frikadellen) (berechnet, Richtwerte)
Energieca. 495 kcal
Kohlenhydrateca. 2 g
Eiweißca. 33 g
Fettca. 40 g
Ballaststoffeca. 1.6 g

Tipps für saftige Frikadellen

Varianten: Pfanne, Ofen, Airfryer

Für eine vegetarische Beilage dazu passen Zucchinipuffer mit Feta.

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vollfettblanchiert1 kg

Blanchiertes Mandelmehl, nicht entölt, als Allrounder: in Frikadellen ebenso wie in Panaden und Kuchen.

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Aufbewahren, Einfrieren, Aufwärmen

Gebratene Frikadellen halten sich gut gekühlt 2–3 Tage und schmecken auch kalt. Zum Aufwärmen eignen sich die Pfanne mit 1 EL Wasser und Deckel für 5 Minuten, der Ofen bei 160 °C für 10 Minuten oder die Mikrowelle. Erhitze sie dabei vollständig.

Eingefroren sind gebratene, abgekühlte Frikadellen bis zu 3 Monate haltbar. Taue sie im Kühlschrank auf. Rohe Masse solltest du nicht einfrieren, wenn das Hackfleisch schon einmal gefroren war.

Wenn etwas schiefgeht

ProblemUrsacheLösung
Frikadellen zerfallenZu kurz geknetet, zu früh gewendetKneten, bis die Masse klebt, erst wenden, wenn sich die Unterseite löst
Trocken und festMageres Hack, zu viel entöltes MehlHack mit 20 % Fett, Mandelmenge einhalten, 1 EL Sahne zugeben
Außen dunkel, innen rohHitze zu hoch, Frikadellen zu dickMittlere Hitze, 2 cm Höhe, nach dem Anbraten Hitze reduzieren
Wölben sich starkFleischeiweiß zieht sich zusammenVor dem Braten eine Mulde in die Mitte drücken

Wie Mandelmehl allgemein Weizenprodukte ersetzt, zeigt der Ratgeber Mandelmehl statt Weizenmehl.

Häufige Fragen

Was nimmt man statt Brötchen für Frikadellen?
Gemahlene Mandeln mit etwas Flüssigkeit, entöltes Mandelmehl, Haferflocken (nicht Low Carb) oder Quark. Mandeln haben den Vorteil, dass sie neutral schmecken und kaum Kohlenhydrate liefern. Weitere Optionen findest du unter Bindemittel.
Wie viel Mandelmehl kommt auf 500 g Hackfleisch?
Etwa 30–35 g gemahlene Mandeln oder 20–25 g entöltes Mandelmehl, jeweils mit 1–2 EL Flüssigkeit. Mehr macht die Frikadellen kompakt und trocken.
Warum fallen meine Frikadellen ohne Brötchen auseinander?
Meist sind sie zu kurz geknetet oder zu früh gewendet. Knete die Masse, bis sie klebt, und wende erst, wenn sich die Unterseite von selbst vom Pfannenboden löst.
Kann ich die Frikadellen im Ofen backen?
Ja, bei 200 °C Ober-/Unterhitze 18–22 Minuten auf Backpapier und nach 12 Minuten wenden. Sie bräunen weniger als in der Pfanne, sind aber genauso saftig.