Zimtsterne: Rezept mit Eischnee-Glasur und Tipps zum Ausstechen

Zimtsterne bestehen aus nur vier Zutaten und enthalten kein Mehl. Die Herausforderung ist der klebrige Teig – mit Kälte, Wasser und dem richtigen Untergrund wird das Ausstechen einfach.

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Redaktion mandelmehl.com

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Kurz gesagt

Für ca. 40 Zimtsterne schlägst du 3 Eiweiß mit 250 g Puderzucker steif, nimmst einen Teil als Glasur ab und knetest den Rest mit 400 g gemahlenen Mandeln und Zimt. Teig kühlen, 8–10 mm dick ausrollen, glasieren, mit nassem Ausstecher ausstechen und bei 150 °C nur 10–12 Minuten backen, sodass die Glasur weiß und der Kern weich bleibt.

Was Zimtsterne besonders macht

Zimtsterne sind im Grunde eine Makronenmasse, die man ausrollen kann. Statt Mehl halten Mandeln und Eiweiß den Teig zusammen, deshalb sind sie von Natur aus glutenfrei. Die Glasur ist derselbe Eischnee, der auch im Teig steckt: Er trocknet im Ofen zu einer festen, schneeweißen Schicht, solange die Temperatur niedrig bleibt.

Weil der Teig so klebrig ist, scheitern viele beim Ausstechen. Die Lösung sind drei Dinge: ein gut gekühlter Teig, ein Untergrund aus Mandeln und Puderzucker und ein Ausstecher, der immer wieder in Wasser getaucht wird.

Welche Mandeln eignen sich?

Zimtsterne brauchen vollfette gemahlene Mandeln. Ob mit oder ohne Haut, ist Geschmackssache: Ungeschälte Mandeln geben dunkle, kräftige, traditionelle Sterne; blanchierte Mandeln machen sie heller und milder (blanchiert oder natur). Normal gemahlene Supermarkt-Mandeln sind ideal – extra feines Mandelmehl macht den Teig klebriger.

Entöltes Mandelmehl ist ungeeignet. Es nimmt das Wasser aus dem Eischnee auf, der Teig wird trocken und die Sterne krümelig. Den Unterschied erklärt gemahlene Mandeln vs. Mandelmehl.

Rezept: Zimtsterne

glutenfreivegetarischlaktosefrei

Vorbereitung
40 Min.
Backen/Garen
24 Min.
Ruhezeit
1 Std.
Gesamt
2 Std. 4 Min.
Menge
ca. 40 Zimtsterne (Ø 5 cm)
Schwierigkeit
mittel

Zutaten

Für die Masse

  • 3 Eiweiß (ca. 100 g), zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Puderzucker, gesiebt
  • 1 TL Zitronensaft
  • 400 g gemahlene Mandeln (ungeschält oder blanchiert)
  • 1½ TL Zimt (ca. 4 g)
  • 1 EL Kirschwasser oder Amaretto (optional)

Zum Ausrollen

  • ca. 50 g gemahlene Mandeln und 2 EL Puderzucker, gemischt

Du brauchst

Zubereitung

  1. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Puderzucker löffelweise zugeben und weiterschlagen, bis eine sehr feste, glänzende Masse entsteht (ca. 5 Minuten). Zitronensaft unterrühren.
  2. Ca. 5 gehäufte EL (gut 100 g) der Eischnee-Masse als Glasur abnehmen, abdecken und beiseitestellen.
  3. Gemahlene Mandeln, Zimt und nach Wunsch Kirschwasser unter den restlichen Eischnee kneten. Der Teig soll klebrig, aber formbar sein; ist er zu weich, löffelweise Mandeln zugeben.
  4. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde, gern über Nacht, kühlen.
  5. Arbeitsfläche oder Backpapier mit der Mandel-Puderzucker-Mischung bestreuen. Teig darauf portionsweise zwischen zwei Lagen Backpapier oder Folie 8–10 mm dick ausrollen.
  6. Teigplatte dünn und gleichmäßig mit der Glasur bestreichen (am einfachsten mit einem Backpinsel oder Teelöffelrücken).
  7. Ausstecher vor jedem Stich in ein Glas kaltes Wasser tauchen und Sterne ausstechen. Mit einem angefeuchteten Messer aus dem Ausstecher drücken und auf ein Blech mit Backpapier legen. Reste zusammenkneten, ausrollen, glasieren, ausstechen.
  8. Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech nach dem anderen auf der mittleren Schiene 10–12 Minuten backen, bis die Glasur fest und noch weiß ist. Die Sterne sind innen noch weich.
  9. Auf dem Blech vollständig abkühlen lassen.
Nährwerte pro Stern (berechnet, Richtwerte)
Energieca. 86 kcal
Kohlenhydrateca. 6.8 g
Eiweißca. 2.5 g
Fettca. 5.2 g
Ballaststoffeca. 1.0 g

Ausstechen ohne Kleben

Wenn dir das Glasieren der Platte zu unsauber wird, kannst du auch erst ausstechen und dann jeden Stern mit einem Teelöffel glasieren – die Spitzen mit einem Zahnstocher ausstreichen.

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Zubehör

Ein Stern mit ca. 5 cm Durchmesser und nicht zu spitzen Zacken lässt sich mit klebrigem Zimtstern-Teig am leichtesten ausstechen.

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Erythrit-Variante

Klassische Zimtsterne enthalten knapp 7 g Kohlenhydrate pro Stück, fast alles aus Puderzucker. Ersetzt du ihn 1:1 durch Erythrit-Puder, sinkt der Wert auf ca. 0,5 g. Erythrit-Eischnee ist etwas weniger stabil: Schlag ihn besonders lange und gib einen Teelöffel Zitronensaft dazu. Die Glasur glänzt weniger und kann nach einigen Tagen leicht körnig werden, das stört aber geschmacklich kaum. Weitere Hinweise gibt Backen mit Erythrit.

Variationen

Aufbewahrung

Lagere Zimtsterne in einer Blechdose mit Backpapier zwischen den Lagen. Dort halten sie 3–4 Wochen und werden nach 2–3 Tagen sogar besser, weil sich die Aromen verbinden. Sind sie zu hart geworden, gib einen Apfelschnitz für einen Tag mit in die Dose. Zu weiche, klebrige Sterne waren zu feucht gelagert oder zu kurz gebacken.

Häufige Probleme

ProblemUrsacheLösung
Teig klebt überallZu warm oder zu wenig Mandeln1 Std. kühlen, 20–50 g Mandeln einarbeiten
Glasur wird braunOfen zu heiß, zu weit oben150 °C O/U, mittlere Schiene, Blech darüber
Glasur läuft über die KantenZu dick aufgetragenDünn bestreichen, Eischnee fester schlagen
Sterne hart wie SteinZu lange gebacken, zu dünn8–10 mm, max. 12 Min. backen
Sterne verlieren FormTeig zu weichAusgestochene Sterne 15 Min. kühlen

Mehr Ursachen findest du unter Backfehler mit Mandelmehl. Aus derselben Grundmasse ohne Zimt entstehen Mandelmakronen; als weiteres Weihnachtsgebäck passen Vanillekipferl und Low-Carb-Lebkuchen.

Häufige Fragen

Warum werden meine Zimtsterne hart?
Sie wurden zu lange oder zu heiß gebacken. Zimtsterne sind fertig, wenn die Glasur fest ist und die Unterseite noch weich nachgibt – nach 10–12 Minuten bei 150 °C. Hart gewordene Sterne werden mit einem Apfelschnitz in der Dose wieder weicher.
Warum wird die Glasur braun?
Der Ofen ist zu heiß oder die Sterne liegen zu weit oben. Backe auf der mittleren oder unteren Schiene bei höchstens 150 °C Ober-/Unterhitze und schiebe bei Bedarf ein Blech auf die oberste Schiene.
Kann ich Zimtsterne mit Erythrit backen?
Ja, mit Erythrit-Puder statt Puderzucker funktionieren sie gut. Die Glasur wird etwas weniger glänzend und kann nach einigen Tagen leicht kristallisieren.
Müssen die Mandeln für Zimtsterne geschält sein?
Nein. Traditionell werden oft ungeschälte Mandeln verwendet, die Sterne werden dann dunkler und aromatischer. Geschälte Mandeln geben hellere, mildere Zimtsterne.
Wie lange halten Zimtsterne?
In einer Blechdose 3–4 Wochen. Sie werden in den ersten Tagen etwas fester und sind nach 2–3 Tagen am besten.